logo

Mit dem Wohnmobil zum Gardasee

Urlaubsziel: Italien – Gardasee

Wieder einmal hatten wir ein Wohnmobil im August gemietet, unser Reiseziel stand fest, sagen wir, unser erstes Ziel stand fest, wir wollten an den Gardasee!
Wieder einmal hatten wir ein Ziel, aber keinen Stellplatz gebucht, trotz Hochsaison!
Wir sind also über Innsbruck und Bozen weiter Richtung Riva del Garda gefahren.

In Torbole im Norden des Gardasees angekommen sind wir weiter Richtung Süden der linken Uferstraße (Ostufer) entlang gefahren und haben die jeweiligen Ausblicke auf den See auf uns wirken lassen. Am Nachmittag haben wir uns langsam nach einem Campingplatz umgesehen.
Unsere Vorgehensweise ist immer dieselbe, erst einmal einen ersten Eindruck verschaffen, ob uns der Campingplatz zusagen könnte, dann erkundigen wir uns ob Stellplätze frei sind, lassen uns alles ein wenig erklären und gehen dann mit dem Plan von möglichen Stellplätzen durch die Anlage (In manchen Anlagen wird man mit einem Elektroauto umher gefahren und die freien Plätze entsprechend der Größe des Platzbedarfes bekommt man gezeigt).
Zuerst schauen wir uns die Sanitär- Wasch- und Duschräume an, sollten diese hygienische Mängel haben, begeben wir uns sofort auf die weitere Suche. Sollten diese aber in Ordnung sein, sehen wir uns die möglichen Stellplätze an und natürlich auch die sonstigen Angebote (Restaurants oder Freizeitaktivitäten), was uns sonst noch geboten werden könnte.
Bei der Platzauswahl sind auch freie Zufahrt sowie die Rangiermöglichkeiten für ein Wohnmobil mitentscheidend.
Wichtig ist natürlich auch die Baum- bzw. Asthöhe, damit es zu keinen Schäden kommt.
Sollte dies unseren Vorstellungen entsprechen dann bleiben wir auch!
Nach zwei bis drei Stopps kamen wir zum Camping La Querica in Lazise.
Ein 4 Sterne Campingplatz mit ca. 1000 Plätzen!
Eine gewisse Skepsis überkam uns, wir setzten uns in ein Elektromobil und schon ging die Erkundungsfahrt los. Wir konnten schnell feststellen, dass die Anlage sehr gut gepflegt ist, mit vielen Pflanzen und Blumen zudem gab es einen dichten Baumbestand mit guter
Beschattung. Die Anlage und Wege waren in einem sehr guten Zustand trotz der vielen Menschen war es insgesamt sehr ruhig! Somit haben wir uns für einen Platz entschieden und residierten von nun an in der Via Udine, alle Wege am Campingplatz haben auch einen Straßennamen.

Alles war wunderbar bis auf …! Es war sehr heiß!
Morgens um 9.30 Uhr bereits über 30°C und die eigentliche Erwärmung sollte erst noch kommen, und Nachts?
Es gab kaum Abkühlung, kaum ein Lüftchen!
Nach einigen Tagen kam die Ansage unserer Tochter „ wir können jetzt auch wieder weiterfahren“ Wohin, wenn man keinen Plan hat?
Also haben wir beratschlagt, zur großen Begeisterung von uns - den Eltern, lagen überall Prospekte von dem Gardaland-Park (Freizeitpark) herum, also da müssen wir hin!?

Als weitere Ziele haben wir dann den uns unbekannten Iseo See und Mailand ins Auge gefasst! So sind wir am folgenden Tag aufgebrochen Richtung Gardaland. Zu unserem Erstaunen hatten dies ganz viele andere Menschen auch vor! So mussten wir uns einreihen in die langen Besucherschlangen und dies sollte den Tag über so weitergehen, wie bei unsern Freizeitparks zuhause auch! Er ist mit unseren absolut vergleichbar, es gibt für die kleineren Angebote genauso wie für die größeren. Unserem Sohn hatte es besonders der Blue Tornado und der „Raptor“ angetan, mit dem sind wir dann mehrmals gefahren, er musste mich gar nicht zwingen! Am Abend sind wir dann weiter zum Iseo See gefahren, leider waren wir schon etwas spät dran und wir kamen erst gegen 22.00Uhr im Städtchen Iseo an. Um diese Zeit noch einen Campingplatz aufsuchen, daran war nicht zu denken. Am Ortseingang war ein großer Parkplatz, und da haben wir uns dann erst einmal niedergelassen und sind in die Stadt gelaufen.
Was uns ja gleich aufgefallen war, es herrschte ein ganz anderes total angenehmes Klima und die Stadt, soweit wir es nach wenigen ersten Eindrücken feststellen mussten, machte einen sehr netten Eindruck. Wir mussten einfach mal abwarten, wie es denn wohl am anderen Tag aussehen würde.
Wir wurden alle nach und nach wach, da wir immer wieder Autos wahrnehmen mussten, die auf unseren Parkplatz ihre Auto’s abstellten, um in die Stadt zu gehen.
Wir haben uns aufgemacht und haben uns erst einmal umgesehen und …., wir waren zugegebenermaßen etwas überrascht. Es ist tatsächlich ein nettes Städtchen an einem Alpensee mit Geschäften, Restaurants und einer Uferprommenade!
Schnell stand fest – hier wollen wir bleiben!
 
Der Iseo-See (Lago d’Iseo) gehört zu den vier großen oberitalienischen Seen, er ist aber neben dem Gardasee, Lago Maggiore und dem Comer See der kleinste und der am wenigsten bekannte. Er befindet sich zwischen dem Garda See und dem Comer See.
Die touristischen Angebote findet man eher im Süden des Sees. Im netten Städtchen Iseo findet man neben Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und zahlreichen Hotels auch Campingplätze, diese liegen zumeist in unmittelbarer Nähe oder direkt am See.
Wir hatten uns auf dem „Camping Punta D’oro“ niedergelassen, zu der Zeit unseres Urlaubes war dies ein kleiner und ruhiger Campingplatz, direkt am See gelegen.
Im Norden, besonders am westlichen Ufer ragen weitgehend steile Felsufer bis zum See.
Hier führt eine herrliche Straße mit wunderschönen Ausblicken um die Insel herum.
Wir haben uns den Spaß gemacht und haben die Insel mit unseren Rädern umfahren!

Einen besonderen Reiz versprüht die Monte Isola. Die Insel ist dicht bewaldet und hat viele steil aufragende Hügel und Berge. Sie ist sehr gut mit unterschiedlichen Fährverbindungen erreichbar. Auch hier hatten wir unsere Fahrräder dabei und haben die Insel erkundet. Es tun sich ständig neue, wunderbare Blicke auf den See und die oberitalienische Bergwelt auf.
Hier ist es ideal zum Wandern und Relaxen, denn Autos sind hier verboten!
Leider gibt es durch die Steilküsten kaum Bademöglichkeiten.

Eine Besonderheit des Iseo Sees sind die am Abend auftretenden Fallwinde, diese sorgen im Sommer durchaus für Abkühlung und können aber auch ein leichtes „Schauergefühl“ erzeugen.

Am Abend durch die Straßen und Gassen schlendern ist einfach schön, da es viele Geschäfte sowie  Boutiquen gibt, außerdem jede Menge Restaurants mit herrlichen Ambiente und leckerem Essen! Man spürt aber überall, dass es hierher durchaus ein zahlungskräftiges Publikum gibt!

Nach einigen Tagen mussten wir uns „leider“ vom Iseo See trennen, wir wollten ja dann doch noch nach Mailand!
Wir wollten mit dem Wohnmobil nicht direkt in die Metropole fahren, in einem Stellplatzführer haben wir dann von einem Bauernhof im Süden der Stadt gelegen gelesen.
Hier könnte man Kostengünstig einen Stellplatz bekommen und eine Verbindung in die Stadt gäbe es auch in relativer Nähe! Nun, fahren wir doch mal dahin und schauen uns das mal an.
Der Weg dahin war etwas problematisch, da uns das Navi in Feldwege gelotst hat die mittlerweile sogar Einbahnstraßen waren und wohl nur für landwirtschaftliche Fahrzeuge vorgesehen waren! Also – wenden und weiter suchen!
Nach einer gewissen „nervigen“ Irrfahrt haben wir tatsächlich unseren Bauernhof gefunden und es war im Moment unserer Ankunft auch niemand außer uns da.
Nachdem wir alles bzgl. des Stellplatzes mit der Familie geklärt hatten, konnten wir uns etwas umsehen. Hier wurden auch vielerlei Lebensmittel erzeugt und direkt vermarktet.
Hier gab es auch einen Laden mit selbst hergestellten Nudeln, Ölen, Essig, Fleisch, Käse usw.

Am folgenden Tag haben wir uns aufgemacht, um die Stadt zu erobern, es war wiederum sehr heiß! Da der öffentliche Nahverkehr ja nicht allzu weit entfernt sein sollte, machten wir uns zu Fuß auf. Der Weg war dann doch ein ganzes Stück entfernt, als wir ankamen wussten wir leider ziemlich lange auf einen Bus warten, da gestreikt wurde! Wir konnten dann bald in eine S-Bahn umsteigen und sind endlich in der Innenstadt angekommen und hatten nun das Touristenprogramm vor uns. So haben wir uns der Piazza del Duomo mit dem Mailänder Dom und der Galleria Vittorio Emanuele II mit der triumpfbogenähnlichen Öffnung zugewandt.
Zuerst haben wir aber den Dom mit seinen unzähligen Skulpturen und Wasserspeiern bestiegen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, auf einem Dom herumzulaufen, obwohl ich dies vor einigen Jahren schon einmal gemacht hatte. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Ein wahrlich imposantes Bauwerk mit angeblich 3.400 Statuen.
Nachdem wir dies genügend auf uns haben wirken lassen, haben wir uns den weltlichen Dingen wie der Galleria Vittorio Emanuele sowie der Mailänder Scala zugewandt.
Natürlich vielen anderen Geschäften auch. Wir sind dann der Via Dante gefolgt, vorbei am Piazza Castello Brunnen zum Castello Sforzesco.
In dem Moment habe ich meine Vespa vermisst, mit ihr hier durch die Stadt zufahren - das wäre was!
Später haben wir auch einen Ferrari Fan Artikel Shop gefunden und prompt kamen mit Getöse zwei Ferrari angefahren.
Leider konnten wir einige Kunstwerke wie z.B. Leonardo da Vinci’s „Das letzte Abendmahl“ nicht bestaunen, da die Kirche wegen Renovierung geschlossen war.
Zwei Tage später haben wir Mailand verlassen und haben uns auf den Heimweg begeben, unsere zwei Wochen Urlaub waren schon wieder vorbei. Einen Zwischenstopp haben wir dann noch am Kalterer See eingelegt und mit einem Gläschen Wein auf unsere neu gewonnen Impressionen, unsere Erlebnisse und auf die Zukunft angestoßen.

Wohnmobil mieten

und die Freiheit genießen!